Ja zum Konsumraum

Medienmitteilung

Ja zum Konsumraum

Die vorliegende Vorlage zeigt einen konkreten und lösungsorientierten Weg auf, wie wir mit der Drogenproblematik in unserer Stadt umgehen können. Sie verbindet die Unterstützung von Menschen mit Suchterkrankungen mit dem Ziel, gesundheitliche Risiken zu reduzieren und gleichzeitig den öffentlichen Raum zu entlasten.

Gesellschaftsfragen; Kontakt- und Anlaufstelle mit integriertem Konsumraum; Kredite mit besonderem Beschluss

Noemi Bänziger im Namen der GLP-Fraktion

Für uns ist klar: Auch Menschen mit einer Suchterkrankung gehören zu unserer Stadt und zu unserer Gesellschaft. Es kann deshalb nicht nur darum gehen, zu sanktionieren oder Menschen aus dem öffentlichen Raum zu verdrängen. Es braucht auch Angebote, die Unterstützung bieten und den Betroffenen einen besseren Umgang mit ihrer Situation ermöglichen.

 

Als GLP stehen wir für eine Politik, die Verantwortung übernimmt und nach konkreten Lösungen sucht. Die Drogenproblematik ist bereits heute Realität, Wegschauen löst sie nicht.

 

Natürlich müssen wir auch über die Kosten sprechen. Sie sind beträchtlich und müssen sorgfältig im Auge behalten werden. Gleichzeitig müssen wir berücksichtigen, dass auch die bestehende Situation gesundheitliche und gesellschaftliche Folgen mit sich bringt.

 

Für uns ist aber ebenso klar: Die Stadt St.Gallen darf mit diesen Kosten nicht alleine gelassen werden. Das Angebot wird nicht ausschliesslich von Menschen aus der Stadt St.Gallen genutzt werden. Deshalb erwarten wir, dass sich der Kanton, die umliegenden Gemeinden und weitere beteiligte Kantone fair und verlässlich an den Kosten beteiligen. Eine entsprechende Mitfinanzierung ist in der Vorlage vorgesehen.

 

Für uns bedeutet Verantwortung deshalb beides: eine konkrete Lösung für ein bestehendes Problem zu schaffen und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass die Kosten fair verteilt werden.

Aus diesen Gründen werden wir der Vorlage zustimmen

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